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27.06.2019

Schülerteam aus Bad Honnef gewinnt Deutschlandfinale von business@school

Mit „Gelo-Pack“, einer nachhaltigen, wiederverwendbaren und klimaneutralen Kältekompresse konnte das Team des Städtischen Siebengebirgsgymnasiums Bad Honnef das Deutschlandfinale für sich entscheiden.

Einweg-Kältekompressen kommen bei Verletzung bislang zum Einsatz – diese produzierten aber knapp 100 Tonnen Müll pro Jahr. Das geht auch nachhaltiger, dachten sich Stella Batzella (17), Max Böhnisch (16), Teamsprecher Leon Heun (17) und Thomas Spreitz (18). „Gelo-Pack“ heißt die Produktidee des Teams, die effektive Kühlung mit Nachhaltigkeit verbindet. Ein recycelbarer, wiederverwendbarer Polyethylenbeutel wird dazu mit umweltverträglichem Granulat gefüllt. Wenn man etwas Wasser hinzugibt – ob aus der Trinkflasche, dem Meer oder dem Teich –, kühlt das Gemisch ab.

Wird der Inhalt nicht mehr benötigt, kann das Gemisch in der Natur entsorgt werden und – ein netter Nebeneffekt – düngt die Pflanzen. Schon nach der siebten Anwendung ist „Gelo-Pack“ preiswerter als vergleichbare Produkte, preist das Team seine Idee an. Die Jury lobte neben dem Auftritt und der Präsentation auch die innovative, nachhaltige Produktidee der Bad Honnefer. Eine Abnahmemenge von über 25.000 Stück konnten die vier bereits vorweisen; zudem haben sie unterschiedliche Kooperationspartner für sich gewonnen. Das beeindruckte auch die Jury.

Knapp hinter dem Siegerteam aus Nordrhein-Westfalen landeten Schülerinnen und Schüler des Hockenheimer Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums auf Platz zwei. Lea Berger (17), Lara Dörfer (16), Nico Meckler (17), Alessa Romaschow (18), Tim Schütze (16) und Teamsprecherin Anna-Lena Weich (16) waren bei der Suche nach der besten Schüler-Geschäftsidee mit „SafeJump“ angetreten, einer Hindernisstange mit magnetischen Trennstellen für mehr Sicherheit beim Springreiten.

Mit „NearBuy“, einer Online-Plattform zum Einkauf beim lokalen Einzelhandel, erreichten eine Schülerin und drei Schüler der Erzbischöflichen Liebfrauenschule aus Köln den dritten Platz. Mit der Idee von Thomas Eckart (17), Michelle Iser (17), Teamsprecher Fabio Jain (17) und Maximilian Salewski (17) können Kunden von zu Hause aus überprüfen, welche Geschäfte in ihrer Nähe das gesuchte Produkt führen, und die verschiedenen Angebote miteinander vergleichen. Diese Vision und die Ambition, den lokalen Einzelhandel zu unterstützen, imponierten der Jury.

Die drei Siegerteams können sich über tolle Erlebnispreise freuen: Das Team aus Hockenheim darf auf Einladung von Deutsche Lufthansa AG und Lufthansa Aviation Training GmbH einen Tag lang hinter die Kulissen der Fluggesellschaft schauen. Auf dem Programm in Frankfurt steht auch ein Flug im Simulator. Die Kölner besuchen auf Einladung der Evonik Industries AG ein Heimspiel von Borussia Dortmund inklusive Stadionführung im Signal Iduna Park. Und die Ford-Werke GmbH empfängt das Team aus Bad Honnef auf der Ford-Teststrecke im belgischen Lommel.

Den Social-Entrepreneur-Preis 2019 von BCG haben sechs Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Enge aus Zürich gewonnen. Mit dem CO₂-Kompensationsservice .compensate will das Team eine einfache Ausgleichsmöglichkeit in Online-Shops für Konsumgüter bereitstellen. Beim Deutschlandfinale in München stellten Tim Aebersold (18), Temirlan Chandybaev (18), Teamsprecherin Line Cottier (18), Asya Gazimagomaeva (18), Chris Mandiratta (19) und Reto Simonet (18) ihre Sozialunternehmer-Idee dem Publikum vor. Mit einem Klick können Kunden damit die verursachten Emissionen ihrer gekauften Produkte neutralisieren und werden dabei zugleich auf das Problem aufmerksam gemacht.

Weitere Informationen: business@school