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Schülergenossenschaften - nachhaltig wirtschaften - solidarisch handeln

  • Kontakt

    Projektträger:
    Genossenschaftsverband – Verband der Regionen e.V.
    Mona Schmidt

    Telefon:  0211-16091-4680 E-Mail: 

    Straße/Hausnummer
    Peter-Müller-Str.  26
    40468 Düsseldorf

    Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e.V.

    Telefon:  0711 222 13-27 69

    Straße/Hausnummer
    Heilbronner Straße  41
    70191 Stuttgart

    Durchführung in Kooperation mit:
    Westdeutscher Handwerkskammertag e.V.

    Straße/Hausnummer
    Sternwartstr.  27-29
    40223 Düsseldorf
    www.schuelergeno.de
  • Beschreibung

    Im Projekt "Schülergenossenschaften - nachhaltig wirtschaften - solidarisch handeln" erleben Schülerinnen und Schüler Selbständigkeit und Solidarität. Sie gründen Schülerunternehmen in genossenschaftlicher Form und erfahren, was es heißt, sich selbst zu helfen und ihr Vorhaben zu verwalten sowie ihr Handeln zu verantworten. Dabei erwerben sie ökonomische Grundkenntnisse, erlangen wichtige Schlüsselqualifikationen und Hilfe bei ihrer Berufs- und Ausbildungswahl. Schülerinnen und Schüler entwickeln Geschäftsideen. Sie gründen und führen eigenständig eine Schülerfirma. Mit ihrer Schülerfirma bieten die Jugendlichen Dienstleistungen und vielfältige Produkte an (z. B. T-Shirts bedrucken, Süßwaren- und Getränkeproduktion, Computerkurse, Energieberatung, Veranstaltungsmanagement, u.v.m.). Die beteiligten Genossenschaftsverbände und der Westdeutsche Handwerkskammertag beraten Schulen und Genossenschaften und stellen umfassende Materialien zur Verfügung. Jede Schülergenossenschaft wird zudem von einer Genossenschaft vor Ort ideell und personell unterstützt. Das Projekt Schülergenossenschaften wird getragen vom Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V. und in Kooperation mit dem Westdeutschen Handwerkskammertag e.V. sowie weiteren landesspezifischen Partnern umgesetzt. Projektträger in Baden-Württemberg ist der Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband (BWGV), gleichberechtigter Partner in Niedersachsen ist die Niedersächsische Landesschulbehörde. Ein Teil der Partnerschaften in Niedersachsen sind außerdem in Trägerschaft des Genossenschaftsverband Weser-Ems e.V. Das Projekt zielt darauf,
    - die Gründung von Schülergenossenschaften zu initiieren, sie fachlich zu beraten und zu unterstützen
    - Schülerinnen und Schülern Einblicke in wesentliche wirtschaftliche Zusammenhänge zu eröffnen
    - für die Berufswelt unabdingbare Schlüsselqualifikationen wie Selbständigkeit, Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Konfliktfähigkeit zu vermitteln
    - den Schülerinnen und Schülern Berufsperspektiven in genossenschaftlich organisierten Unternehmen zu eröffnen
    - den beteiligten Genossenschaften die Möglichkeit zu geben, den Schülerinnen und Schülern ihr Unternehmen als Berufsperspektive vorzustellen
    - einen konkreten Beitrag zur Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft zu leisten.

  • Projektart (Mehrfachauswahl)

  • Bundesländer

    • Baden-Württemberg,
    • Nordrhein-Westfalen,
    • Niedersachsen,
    • Rheinland-Pfalz
  • Projektdauer

    • Seit März 2011; Einstieg ins Projekt für Schulen jährlich möglich.
  • Schulformen

    • Berufsbildende Schule,
    • Förderschule,
    • Gesamtschule oder vergleichbar,
    • Gymnasium oder Oberschule,
    • Hauptschule,
    • Haupt- und Realschule,
    • Realschule
  • Klassenstufen (Mehrfachauswahl)

    • 8. - 13. Klasse
  • Gruppengröße

    • Ca. 25
  • Mitglied im Initiativkreis

    • Mitglied seit 2014
  • Integration

    • Regulärer Unterricht, Projektkurse, Arbeitsgemeinschaften. In Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg Schirmherrschaft durch die Kultusministerien. In Niedersachsen wird das Projekt durch die Niedersächsische Landesschulbehörde unterstützt.
  • Lernziele /-inhalte

    • Schülerinnen und Schüler entwickeln im Projekt Unternehmergeist. Sie erwerben realitätsnah und handelnd ökonomisches Wissen in den Bereichen Gründung, Leitung und Organisation eines (genossenschaftlich organisierten) Unternehmens. Das praktische Handeln in der Schülergenossenschaft und dessen Reflexion stärkt die Sozialkompetenzen der beteiligten Schülerinnen und Schüler. Sie übernehmen Verantwortung in der Leitung des Unternehmens, kooperieren mit einem außerschulischen Partner und lernen die Arbeitswelt in veränderten Rollen kennen.
  • Wirtschaftsvorwissen

    • Lehrer: Allgemeines Wissen zu wirtschaftlichen Zusammenhängen ist hinreichend. Bereitschaft, den Schülerinnen und Schülern Freiraum einzuräumen und eher als Coach zu arbeiten ist notwendig.
    • Schüler: Kein Wirtschaftswissen erforderlich. Fachwissen wird bei Bedarf seitens der Partnergenossenschaft eingebracht. "Soft Skills" werden on-the-job erlernt.
  • Aufgaben Lehrer ■ Lehrer Qualifizierung

    • Die Schülerinnen und Schüler handeln in Schülergenossenschaften weitgehend selbständig. Deswegen agieren die Lehrkräfte als Coach, Mentoren, Zuhörer, Ansprechpartner und als Begleiter von Lernprozessen. Die Zusammenarbeit mit einer Partnergenossenschaft vor Ort und damit das Einbringen wirtschaftspraktischer Kenntnisse durch Externe, entlastet Lehrerinnen und Lehrer fachlich. Zu Beginn des jeweiligen Projektjahres findet eine Kick-Off-Veranstaltung der beteiligten Schulen und Genossenschaften statt. Hier erhalten beide Seiten fundierte Informationen zu ihrer Zusammenarbeit und zur Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern.
  • Unterstützende Maßnahmen ■ Materialien

    • Lehrer: online abrufbare Informationen zu Grundlagen des genossenschaftlichen Wirtschaftens, Schulrecht, Projektplanung von der Idee bis zur Gründung, Mustervorlagen, didaktisches Material, Werkzeuge zur Finanzplanung und Buchführung.
    • Schüler: Auftaktworkshop in der jeweiligen Schule unter Beteiligung der Partnergenossenschaft; online abrufbar: Mustervorlagen, Werkzeuge zur Finanzplanung und Buchführung, Facebook-Angebot zur Vernetzung mit allen Schülergenossenschaften im Projekt.
  • Events ■ Veranstaltungen

    • 1. Kick-Off-Veranstaltungen für Lehrerinnen und Lehrer und die kooperierenden Genossenschaften jeweils zum Beginn der Kooperation.
      2. Auftakt-Workshop für die Schülerinnen und Schüler vor Ort.
      3. Jährlicher Lehrer-Workshop der teilnehmenden (neuen) Schulen.
      4. Gründungsversammlungen der Schülergenossenschaften.
      5. Regelmäßige Austauschtreffen der das Projekt betreuenden regionalen Akteure.
      6. Alle zwei Jahre: Schülergenossenschaftsmesse ("Geno-Genial") als Kommunikationsforum und zur Prämierung der besten Schülergenossenschaften.
  • Wirtschaftspartner /-paten

    • Mitgliedsgenossenschaften der beteiligten Genossenschaftsverbände (z.B. gewerbliche-, ländliche-, Kreditgenossenschaften) stehen den Schulen als (regionale) Partnergenossenschaften zur Seite.
  • Benotung ■ Anerkennung Besonderer Leistung

    • Je nach Einbindung der Schülergenossenschaft in das pädagogisch-organisatorische Konzept der Schule entweder Zeugnisnote oder ausdrückliche Erwähnung im Zeugnis. Zertifikatvorlage für SchülerInnen zum Download.
  • Teilnahmezertifikate

    • Teilnahmezertifikat vorbereitender Kick-Off Workshop für Lehrkräfte und durch die Partnergenossenschaft beglaubigtes Zertifikat für SchülerInnen.
  • Lehrer-Netzwerke ■ Ehemaligen-Netzwerke

    • Den einzelnen Schülergenossenschaften bleiben die Ehemaligen häufig als Mitglieder erhalten.
  • Projektdokumentation ■ Evaluation ■ Praxisberichte

    • Evaluation durch die Fachhochschule Frankfurt am Main - Fachbereich 4 Soziale Arbeit und Gesundheit (Prof. Dr. Nicole Göler von Ravensburg). Befragt wurden Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonal und die genossenschaftlichen Kooperationspartner. Die Ergebnisse wurden im Rahmen einer Publikation veröffentlicht, die über das Projekt bezogen werden kann. Eine Zusammenfassung der Evaluationsergebnisse findet sich auf der Projekthomepage. Projektdokumentationen lassen sich im Rahmen von Best-Practise-Beispielen sowie verschiedenenen Materialien (Projektfilm, Veranstaltungsdokumentationen) ebenfalls über die Homepage abrufen. Hier findet sich auch eine Auswahl an Presseartikeln.
  • Neuerungen ■ Planungen

    • Ausweitung des Projektes auf weitere Bundesländer vorgesehen. Bzw. bundesweite Initiative der Genossenschaftsverbände.
  • Weitere Angebote

    • k.A.
  • Besonderheiten

    • Die Zusammenarbeit mit einem Partner aus der Wirtschaft ist obligatorisch und elementar.