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Netzwerk Berliner Schülerfirmen (NEBS)

  • Kontakt

    ASIG - Arbeit-Schule-Integrations-Gesellschaft e.V.

    Telefon:  030/4690540 Fax:  030/46905420 E-Mail: 

    Straße/Hausnummer
    Kaiserin-Augusta-Allee  14
    10553 Berlin
    www.asig-berlin.de
  • Beschreibung

    Im Netzwerk Berliner Schülerfirmen (NEBS) werden von Schülerinnen und Schülern echte Schülerfirmen gegründet und über einen längeren Zeitraum bis hin zur Dauereinrichtung betrieben. Die Schüler übernehmen die Funktionen und Aufgaben wie in einem Unternehmen und erfahren so in der Realität der Schülerfirma Wirtschaft und Unternehmertum mit allen Facetten. Gemeinsam mit betreuenden Lehrkräften werden Geschäftsideen entwickelt, die einzelnen Gründungsschritte geplant und das Geschäftskonzept dann als Schülerfirma mit Praxisbegleitern realisiert. Die Behauptung am Markt, Verkaufsaktionen, Messen und eigene Veranstaltungen mit dem Ziel der Kundengewinnung sowie Werbung und Öffentlichkeitsarbeit sind wesentliche Bestandteile der Arbeit in der Schülerfirma. Die ASIG – Arbeit-Schule-Integrations-Gesellschaft e.V. steht als zentraler Ansprechpartner, Organisator und Unterstützer für Lehrer und Schüler zur Verfügung. Seit Bestehen erprobt bei ca. 3.000 Schülern und mehr als 250 Schülerfirmen an rund 50 Berliner Schulen.

  • Projektart (Mehrfachauswahl)

  • Bundesländer

    • Berlin
  • Projektdauer

    • Mehrere Schuljahre. Schülerfirmen als Dauereinrichtung in Schulalltag integriert, nicht auf bestimmte Laufzeit begrenzt. Bei Verlassen der Schule werden neue Schüler in die Schülerfirmen aufgenommen und eingearbeitet. Jährlicher Schülerfirmen-Wettbewerb NEBSTAR. Seit 2001.
  • Schulformen

    • Berufsbildende Schule,
    • Gesamtschule oder vergleichbar,
    • Gymnasium oder Oberschule,
    • Hauptschule,
    • Realschule,
    • Haupt- und Realschule,
    • Förderschule
    (seit 2009 erweitert auf alle Schulformen, vorher ausschließlich Förderschulen, Förderschulen weiterhin als besonderer Schwerpunkt)
  • Klassenstufen (Mehrfachauswahl)

    • alle (keine altersmäßigen Beschränkungen, über 90% der Teilnehmer Schüler der 8. - 10. Klasse)
  • Gruppengröße

    • nicht eingeschränkt
  • Mitglied im Initiativkreis

    • Gründungsmitglied seit 2007
  • Integration

    • Regulärer Unterricht, außerunterrichtliche AG (i.d.R. verteilt über verschiedene Fächer, ergänzend Durchführung von Teilaufgaben in außerunterrichtlichen Arbeitsgemeinschaften).
  • Lernziele /-inhalte

    • Handlungsorientiertes Erfahrungslernen mit hoher Realitätsnähe durch echtes Agieren am Markt. Auf- und Ausbau von Wirtschafts-, Unternehmens- und Gründungswissen und der eigenen Einschätzungsfähigkeit (markt-)wirtschaftlichen Geschehens. Ausgleich von Lerndefiziten. Stärkung wichtiger Querschnittskompetenzen wie Teamfähigkeit, Durchhalte- und Durchsetzungsvermögen, Eigenverantwortung, selbstständiges Arbeiten, Planung, Zeitmanagement. Unterstützung der persönlichen Entwicklung und des Selbstbewusstseins. Entwicklung und Erprobung von unternehmerischem Denken und Handeln. Praktischer Beitrag zur Berufsorientierung und -vorbereitung. Förderung eines erfolgreichen Schulabschlusses und des Übergangs von der Schule in den Beruf. In besonderem Maße an Schülern mit besonderem Lernverhalten und erhöhtem Förderbedarf ausgerichtet.
  • Wirtschaftsvorwissen

    • Lehrer: Allgemeines Wirtschaftsvorwissen und -interesse hilfreich. Wirtschaftsnahes Unterrichtsfach keine Voraussetzung. Unterstützung durch hauptberufliche Praxisbegleiter für die Schülerfirmen aus dem Netzwerk.
    • Schüler: Keine besonderen Wirtschaftsvorkenntnisse erforderlich, feste Verankerung relevanter Inhalte im Rahmenlehrplan.
  • Aufgaben Lehrer ■ Lehrer Qualifizierung

    • Betreuende Lehrer primär in Funktion als Wissensvermittler (besonders theoretische Grundlagen), aber auch Coach, Begleiter und Motivator für die Schüler.
  • Unterstützende Maßnahmen ■ Materialien

    • Lehrer: Fortbildungsseminare, Materialien zur Vorbereitung und Begleitung der Schüler (Lehr- und Lernmaterialien). Unterstützung durch hauptberufliche Praxisbegleiter aus dem Netzwerk (bei Konzeption und Einrichtung der Schülerfirma).
    • Schüler: Unterstützung durch Lernmaterialien der Lehrer. Praxisbegleiter unterstützend durch Beratung, Information über Bestimmungen und Verordnungen, Anleitung zu korrektem Handeln, Akquirieren von Praktika und Begleitung bei der Arbeit in der Schülerfirma.
  • Events ■ Veranstaltungen

    • NEBSTAR: Schülerfirmen-Wettbewerb mit jährlich wechselndem Motto. Schüler erstellen Wettbewerbsbeitrag zu vorgegebenen Aufgaben/Themen in verschiedenen Kategorien (z.B. Gastronomie, Garten & Floristik, Handwerk, Multimedia & Büro). Bester Schülerfirmenbeitrag ausgezeichnet mit NEBSTAR, 3 weitere Schülerfirmen prämiert mit Sonderpreisen.
  • Wirtschaftspartner /-paten

    • Zusammenarbeit jeder Schülerfirma mit Unternehmen in Form von Kooperationsverträgen. Unternehmen beraten Schüler, vergeben Aufträge an die Schülerfirmen, bieten Betriebsbesichtigungen, Praktika und möglicherweise Hilfe bei späterer Ausbildungsplatzsuche.
  • Benotung ■ Anerkennung Besonderer Leistung

    • Gegenwärtig Schülerfirmen als Praxiselement des dualen Lernens in Lehrplänen aller Schulformen der Berliner Schulen integriert.
  • Teilnahmezertifikate

    • Schüler-Teilnahmezertifikate (u.a. nützlich bei Bewerbungen für Ausbildung)
  • Lehrer-Netzwerke ■ Ehemaligen-Netzwerke

    • keine
  • Projektdokumentation ■ Evaluation ■ Praxisberichte

    • Im Rahmen verschiedener Studien evaluiert (LABEL 2003-2004, BELLA 2006-2007, ENEBS 2009). Nachverfolgung der beruflichen Entwicklung von Förderschulabsolventen, die in den Schülerfirmen tätig waren.
  • Neuerungen ■ Planungen

    • Ursprungsgedanke: Jugendlichen mit Unterstützungsbedarf berufliche Perspektiven eröffnen. Seit 2009 erweitert auf alle Schulformen, zuvor nur Förderschulen, weiterhin Schwerpunkt Förderschulen.
  • Weitere Angebote

    • NEBS-Fortbildungen für Schüler und Lehrer zur Berufsorientierung, Berufsvorbereitung und Berufsausbildung, Lift-Kurse (Ferien- und Freizeitkurse als Unterstützung für den Schulabschluss), Bewerbungs- und Berufswahltrainings, Kommunikationstrainings.
  • Besonderheiten

    • Großes Netzwerk bestehend aus Wirtschaftskammern, mehr als 100 Berliner Wirtschaftsunternehmen (Kooperationsverträge mit Schülerfirmen), Universitäten, weiteren wissenschaftlichen Einrichtungen. Konzept der Berufsorientierung erhielt 2004 Hermann-Schmidt-Preis (Auszeichnung für Innovative Berufsbildung).