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Aus der Praxis

Network for Teaching Entrepreneurship (NFTE)

Wie NFTE Unternehmergeist in deutsche Schulen bringt und Wirtschaft lebendig wird

Kann das Thema Wirtschaft an unseren Schulen auch spannend und anschaulich statt staubtrocken vermittelt werden? Wie stärkt man die Persönlichkeit von Schülern und Schülerinnen und zeigt ihnen, wie viel kreatives Potential und Unternehmergeist in ihnen steckt? Und lassen sich auch ihre Lehrer tatsächlich für unternehmerisches Denken begeistern? NFTE (sprich: nifti), das Network For Teaching Entrepreneurship, zeigt seit 2005 an immer mehr deutschen Schulen, wie das geht.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt bei der Fortbildung von Lehrern und Lehrerinnen. In intensiven 3-tägigen Lehrertrainings durch ein Team aus Wirtschaftswissenschaft und Pädagogik erfahren sie, wie sie Wirtschaftswissen und Unternehmergeist kreativ, interaktiv und schülerorientiert vermitteln können. Sie lernen in den NFTE Trainings in kompakter Form 1: 1, was sie ihren Schülern später im Unterricht mit viel mehr Zeit weitergeben. Dazu müssen auch sie selbst eine individuelle Geschäftsidee aufgrund ihrer Stärken entwickeln und am Ende des Kurses ihren Businessplan präsentieren – eine echte Herausforderung, bei der der eigene unternehmerische Geist wächst.

NFTE (sprich: NIFTI) steht für NETWORK FOR TEACHING ENTREPRENEURSHIP. Der gemeinnützige Verein wurde in Deutschland Ende 2004 gegründet. Schwerpunkte seiner Arbeit sind:


• die Weiterbildung, Qualifizierung und Zertifizierung von Lehrkräften, die den innovativen NFTE Wirtschaftslehrplan in ihre Schulen weiter tragen (Multiplikatoreneffekt)
• die individuelle Förderung von Selbstvertrauen, Eigeninitiative und Unternehmergeist bei Schülerinnen und Schülern und
• der Aufbau einer engen und nachhaltigen Zusammenarbeit der NFTE Schulen mit der regionalen Wirtschaft.

In den USA wurde NFTE bereits 1987 ins Leben gerufen. Seitdem wurden mit dem NFTE Programm in 12 Ländern der Erde schon fast 450.000 Jugendliche erreicht, in Deutschland seit 2005 ca. 10.000 Schüler und Schülerinnen. Fast 900 deutsche Lehrkräfte wurden zertifiziert – der Bedarf wächst ständig.

Weitere Informationen unter kontakt@nfte.de oder www.nfte.de.

„Endlich eine Fortbildung, die Wirtschaft ganz lebendig und praxisnah vermittelt! Ich gehe heraus und kann danach in meiner Schule mit den fundierten und gut strukturierten NFTE Materialien für den Unterricht sofort loslegen – auch schwer motivierbare Schüler werde ich so in Zukunft bestimmt besser packen können!“ ist ein typisches Lehrer-Feedback.

Was kannst du? Was macht dir Spaß, wobei hast du Geduld? Worin bist du besser als andere?

Das müssen Lehrer bei ihren Schülern herausfinden – und das ist ganz anders als die sonst übliche Fehlersuch-Kultur. In einem kreativen Prozess beginnen die Ideen für Produkte und Dienstleistungen bald nur so zu sprudeln – die Palette ist sehr breit. Da baut z. B. einer raffinierte Grills auf der Basis von alten Autofelgen, ein Mädchen entwickelt einen beleuchteten Regenschirm für dunkle Abende, ein Schüler verschönt Rollatoren und Stöcke alter Leute mit individuellem Design, ein anderer baut einen Computer-Service für Ältere auf, eine Schülerin bietet Last-Minute-Babysitting an, aus Recyclingmaterial lässt eine andere originelle Handtaschen entstehen. In ca. 50 Unterrichtsstunden erarbeiten die Jugendlichen zu ihrer überzeugendsten Idee einen Business-Plan, den sie am Kursende vor einer regionalen Wirtschaftsjury präsentieren. So verbessern sich nicht nur ihr Selbstbewusstsein und ihre Wirtschafts- und Gründungskompetenz, sondern damit auch ihre Berufschancen: Denn die Wirtschaftsvertreter sind meist sehr überrascht und beeindruckt von der Qualität der Präsentationen, der Wirtschaftskompetenz und dem Auftreten der jungen Schüler und bieten nicht selten gleich Ausbildungsplätze an.

Für viele Schüler wird NFTE nach Aussagen ihrer Lehrer bald zum beliebtesten Unterrichtsfach, weil sie spüren, dass es hier um sie selbst und ihre Zukunftschancen geht. Eine Schülerin drückt das so aus: „Der Kurs hat mir Mut gegeben. Ich wünsche mir, dass es NFTE weiter gibt und dass ich viel mehr dazulerne.“ (8. Klasse Hauptschule).

Ein junger Erwachseneraus einem Berufskolleg schreibt: „Da ich mit meiner Idee „Pottwear“ den ersten Platz gemacht habe, hat sich mir ein Fenster geöffnet und ich habe mich gefühlt wie ein richtiger Unternehmer. Ich kann NFTE nur anderen Menschen weiter empfehlen, da ich über mich selbst hinausgewachsen bin und mir jetzt auch wirklich höhere Ziele zutraue.“

NFTE Kurse gibt es schwerpunktmäßig an Haupt- und Realschulen (bzw. deren reformierten Formen) und Berufsschulen sowie an Gesamt- und Förderschulen.

Ein Alleinstellungsmerkmal: NFTE bietet einen kompletten, vielfach erprobten Entrepreneurship Lehrplan. Die Schulen werden bei der Arbeit gut betreut – so wird nachhaltiger Erfolg bei den Schülern gewährleistet. Sonst häufig anzutreffende Strohfeuereffekte werden vermieden.

NFTE ist seit 2010 Mitglied der Initiative „Unternehmergeist macht Schule“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und wird seit 2011 von diesem punktuell gefördert: In Nordrhein-Westfalen hat sich in einem Modellprojekt gezeigt, dass NFTE Kurse gerade auch für Berufskollegs optimal geeignet sind. Und schließlich lernten in einem Pilotprojekt an der Bergischen Universität Wuppertal auch erstmals fast 100 Lehramtsstudierende und angehende Wirtschaftswissenschaftler den Ansatz des NFTE Programms kennen und ließen sich für Entrepreneurship Education begeistern.

Weitere Informationen: www.nfte.de

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