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Schülergenossenschaften - nachhaltig wirtschaften - solidarisch handeln

  • Kontakt

    Überregional:
    Genossenschaftsverband – Verband der Regionen e.V.
    Fachzentrum Schülergenossenschaften

    Telefon:  0211 16091 4680 E-Mail: 

    Schülergenossenschaften – nachhaltig wirtschaften – solidarisch handeln ist ein Projekt der Genossenschaftsverbände:

    Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e.V., Genossenschaftsverband- Verband der Regionen e.V., Genossenschaftsverband Weser-Ems e.V. sowie weiterer regionaler Partner.

    Den in ihrem Bundesland für Sie zuständigen Ansprechpartner finden Sie auf der Projekt-Homepage:
    www.schuelergeno.de/ansprechpartner
    www.schuelergeno.de
    www.facebook.com/schuelergenossenschaften

  • Beschreibung

    Im Projekt „Schülergenossenschaften – nachhaltig wirtschaften – solidarisch handeln“ gründen Schüler/innen eine Schülerfirma in der Form einer Genossenschaft. Ihre Produkte und Dienstleistungen bieten sie in der Schule wie außerhalb an. Das gemeinsame Arbeiten in einer Schülergenossenschaft eröffnet Schülern Einblicke in konkrete wirtschaftliche, ökologische und soziale Zusammenhänge. Gleichzeitig lernen sie die zentralen genossenschaftlichen Werte kennen – Demokratie, Nachhaltigkeit und solidarisches Miteinander. Begleitet werden die Schüler/innen durch eine echte Genossenschaft, die die Patenschaft für die Schülergenossenschaft übernimmt und dieser die Teilnahme am Projekt ermöglicht. Diese berät und unterstützt die Schülergenossenschaft auch bei unternehmerischen Fragen.
    Weitere Unterstützung erhält jede Schülergenossenschaft durch den Genossenschaftsverband, dem sie angehört. Dieser prüft jährlich die Arbeit und Bücher der Schülergenossenschaft und gibt Tipps zur Verbesserung. In Zusammenarbeit mit regionalen Partnern organisiert der Genossenschaftsverband regionale Erfahrungsaustauschtreffen, Schülergenossenschafts-Messen oder Wettbewerbe, an denen die Schüler/innen teilnehmen können. Lehrkräfte, Schüler/innen und Mitglieder von Genossenschaften begleitet der Verband in der Gründungsphase und hilft bei Fragen und Problemen im Geschäftsbetrieb.

  • Projektart (Mehrfachauswahl)

  • Bundesländer

    • Baden-Württemberg,
    • Niedersachsen,
    • Nordrhein-Westfalen,
    • Rheinland-Pfalz,
    • Sachsen
  • Projektdauer

    • Projektdauer: mindestens 3 Jahre / Turnus: Einstieg jederzeit möglich / durchgeführt seit: 2006
  • Schulformen

    • Berufsbildende Schule,
    • Förderschule,
    • Gesamtschule oder vergleichbar,
    • Gymnasium oder Oberschule,
    • Hauptschule,
    • Haupt- und Realschule,
    • Realschule
  • Klassenstufen (Mehrfachauswahl)

    • 7. - 13. Klasse
  • Gruppengröße

    • Ca. 15-30
  • Mitglied im Initiativkreis

    • Mitglied seit 2014
  • Integration

    • Einbettung im regulären Unterricht, als Projektkurs oder Arbeitsgemeinschaft. Schülergenossenschaften können auch jahrgangsübergreifend organisiert werden. Unterstützung erhält das Projekt durch verschiedene Landesministerien, die Schirmherrschaften übernommen haben oder als Projektpartner beteiligt sind.
  • Lernziele /-inhalte

    • Schülerinnen und Schüler erhalten in Schülergenossenschaften einen praxisnahen Einblick in die Berufs- und Arbeitswelt, in dem sie von Produktion über das Marketing bis hin zur Buchhaltung sämtliche Bereiche eines Unternehmens kennenlernen und in diesen selbstständig Aufgaben übernehmen. Dieses erfahrungsbasierte Lernen fördert wertvolle Schlüsselkompetenzen, bringt Orientierung für das spätere Berufsleben und regt zu unternehmerischen Denken und Handeln an. Darüber hinaus werden in Schülergenossenschaften genossenschaftliche Werte wie Solidarität und nachhaltiges Wirtschaften an die Schüler/innen weitergegeben.
  • Wirtschaftsvorwissen

    • Lehrkräfte: Allgemeines Wissen zu wirtschaftlichen Zusammenhängen ist ausreichend.
    • Schüler/innen: Kein Wirtschaftswissen erforderlich. Fachwissen wird bei Bedarf seitens der Partnergenossenschaft eingebracht. "Soft Skills" werden on-the-job erlernt.
  • Aufgaben Lehrer ■ Lehrer Qualifizierung

    • Die Schülerinnen und Schüler handeln in Schülergenossenschaften weitgehend selbständig. Deswegen agieren die Lehrkräfte als Coach, Mentoren, Zuhörer, Ansprechpartner und als Begleiter von Lernprozessen. Die Zusammenarbeit mit einer Partnergenossenschaft vor Ort und damit das Einbringen wirtschaftspraktischer Kenntnisse durch Externe, entlastet Lehrerinnen und Lehrer fachlich. Zu Beginn des jeweiligen Projektjahres findet eine Kick-Off-Veranstaltung der beteiligten Schulen und Genossenschaften statt. Hier erhalten beide Seiten fundierte Informationen zu ihrer Zusammenarbeit und zur Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern.
  • Unterstützende Maßnahmen ■ Materialien

    • Lehrkräfte: Telefonische Beratung, Unterstützung bei der Suche nach einer Partnergenossenschaft, Gründungsberatung (Lehrer-Workshop) zum Projektstart, Praxis-Materialien im Mitglieder-Bereich auf der Homepage, Partnerschaftliche Betreuung durch Schule und örtliche Genossenschaft, kontinuierliche pädagogische und fachliche Begleitung durch Genossenschaftsverband und lokale Partner.
    • Schüler/innen: Auftaktworkshop in der jeweiligen Schule unter Beteiligung der Partnergenossenschaft; Feedback zu Businessplan und den eingereichten Gründungsunterlagen; persönlicher Ansprechpartner und Betreuer bei der lokalen Partnergenossenschaft, jährliche Prüfung der Arbeit durch einen Verbandsprüfer vor Ort Tipps zur Verbesserung; im Mitgliederbereich online abrufbar: Mustervorlagen, Werkzeuge zur Finanzplanung und Buchführung; Social-Media-Angebot zur Vernetzung mit anderen Schülergenossenschaften, E-Mail-Newsletter
  • Events ■ Veranstaltungen

    • Bundeslandspezifisch werden verschiedene Veranstaltungen angeboten, darunter:
      - Gründungsberatung mit Vertretern von Schule und Genossenschaft zu Beginn der Kooperation,
      - Gründungs-Workshop mit Schüler/innen vor Ort,
      - Gründungsversammlungen der Schülergenossenschaften unter Beteiligung von Schulgemeinschaft und Öffentlichkeit,
      - Regionale Erfahrungsaustausch-Treffen für Schüler und Lehrkräfte,
      - Qualifizierungs-Seminare für Schüler/innen,
      - Fachtagungen für verschiedene Geschäftsfelder (z.B. Schulverpflegung, Energiewende),
      - alle zwei Jahre: Schülergenossenschaftsmesse als Kommunikationsforum und zur Prämierung der besten Schülergenossenschaften,
      - Teilnahme an nationalen Schülerfirmen-Wettbewerben.
  • Wirtschaftspartner /-paten

    • Mitgliedsgenossenschaften der beteiligten Genossenschaftsverbände (z.B. gewerbliche-, ländliche-, Kreditgenossenschaften) stehen den Schulen als (regionale) Partnergenossenschaften zur Seite.
  • Benotung ■ Anerkennung Besonderer Leistung

    • Je nach Einbindung der Schülergenossenschaft in das pädagogisch-organisatorische Konzept der Schule entweder Zeugnisnote oder ausdrückliche Erwähnung im Zeugnis. Zertifikatvorlage für SchülerInnen zum Download.
  • Teilnahmezertifikate

    • Teilnahmezertifikat vorbereitender Kick-Off Workshop für Lehrkräfte und durch die Partnergenossenschaft beglaubigtes Zertifikat für SchülerInnen.
  • Lehrer-Netzwerke ■ Ehemaligen-Netzwerke

    • Den einzelnen Schülergenossenschaften bleiben die Ehemaligen häufig als Mitglieder erhalten.
  • Projektdokumentation ■ Evaluation ■ Praxisberichte

    • Evaluation durch die Fachhochschule Frankfurt am Main - Fachbereich 4 Soziale Arbeit und Gesundheit (Prof. Dr. Nicole Göler von Ravensburg). Befragt wurden Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonal und die genossenschaftlichen Kooperationspartner. Die Ergebnisse wurden im Rahmen einer Publikation veröffentlicht, die über das Projekt bezogen werden kann. Eine Zusammenfassung der Evaluationsergebnisse findet sich auf der Projekthomepage. Projektdokumentationen lassen sich im Rahmen von Best-Practise-Beispielen sowie verschiedenenen Materialien (Projektfilm, Veranstaltungsdokumentationen) ebenfalls über die Homepage abrufen. Hier findet sich auch eine Auswahl an Presseartikeln.
  • Neuerungen ■ Planungen

    • Ausweitung des Projektes auf weitere Bundesländer vorgesehen. Bzw. bundesweite Initiative der Genossenschaftsverbände.
  • Weitere Angebote

    • k.A.
  • Besonderheiten

    • Die Zusammenarbeit mit einem Partner aus der Wirtschaft ist obligatorisch und elementar.