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Fachnetzwerk Schülerfirmen
Deutsche Kinder- und Jugendstiftung gemeinnützige GmbH (DKJS)

  • Kontakt

    Fachnetzwerk Schülerfirmen
    Deutsche Kinder- und Jugendstiftung gemeinnützige GmbH (DKJS)
    Programmleitung: Ellen Wallraff

    Telefon:  +49 (0)30 25 76 76 - 59 E-Mail: 

    Straße/Hausnummer
    Tempelhofer Ufer  11
    10963 Berlin
    www.fachnetzwerk.net
  • Beschreibung

    Mit der Gründung einer Schülerfirma setzen Kinder und Jugendliche eigene Ideen um, arbeiten im Team und stellen sich vielfältigen Herausforderungen. Die Schülerinnen und Schüler übernehmen Funktionen und Aufgaben wie in einem echten Unternehmen, vom Marketing bis zur Geschäftsleitung. Sie erfahren in ihrer eigenen Firma, was es heißt, wirtschaftlich und verantwortlich zu handeln. Dabei erwerben sie wichtige Kompetenzen, um für die Lebens- und Arbeitswelt der Zukunft vorbereitet zu sein. Ein besonderes Anliegen des Programms ist es deshalb, dass Schülerinnen und Schüler im geschützten Rahmen des Modells Schülerfirma aktuelle Veränderungsprozesse der Arbeitswelt ganz praktisch erfahren und Lösungswege für Herausforderungen des digitalen Wandels erproben. Dies wird im Rahmen des Modellvorhabens #SchülerfirmenDigital in den kommenden drei Jahren gezielt vorangetrieben. Das Fachnetzwerk Schülerfirmen der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) misst werteorientierten und nachhaltigen Unternehmenskonzepten dabei besondere Bedeutung bei. Die jungen Menschen werden darin unterstützt, ihre Angebote so zu gestalten, dass sie sozial, ökologisch und ökonomisch nachhaltig sind.

    Es qualifiziert und begleitet rund 580 Schülerfirmen und ihre erwachsenen Begleitpersonen an allen Schultypen durch individuelle Beratung, innovative Veranstaltungen und Materialien. Seit 2014 vergibt es das bundesweit einmalige Qualitätssiegel KLASSE UNTERNEHMEN als Auszeichnung für gute Schülerfirmenarbeit. Auch ab Herbst 2019 können sich Schülerfirmen wieder bewerben. Seit dem Schuljahr 2017/18 bietet das Fachnetzwerk die Unterrichtsmaterialien KLASSE SCHÜLERFIRMA für die Schülerfirmenarbeit in der Sek. I an. Das Material steht Lehrkräften kostenlos als Download zur Verfügung und bietet ihnen derzeit 14 flexibel einsetzbare Unterrichtsmodule inkl. individuell änderbarer Arbeitsblätter für Schülerinnen und Schüler. Die Schülerfirmenarbeit der DKJS wird seit25 Jahren gefördert von der Heinz Nixdorf Stiftung.

    Der Info-Spot zeigt, wie Schüler, Lehrkräfte und Unternehmen von Schülerfirmen profitieren

  • Projektart (Mehrfachauswahl)

  • Bundesländer

    • Berlin,
    • Brandenburg,
    • Mecklenburg-Vorpommern,
    • Sachsen-Anhalt,
    • Thüringen
  • Projektdauer

    • Wahlweise ein Schuljahr oder mehrere Schuljahre. Schülerfirmen der DKJS werden darin unterstützt, sich langfristig und klassenübergreifend zu organisieren. So lernen die Mitarbeitenden unterschiedliche Unternehmensphasen kennen und können verschiedene Rollen einnehmen. Erfolge und Misserfolge im laufenden Geschäft, aber auch die Unternehmensnachfolge und Nachwuchsgewinnung stellen für die Schülerinnen und Schüler auf diese Weise reale Herausforderungen dar. Für Lehrkräfte mit weniger Zeitressourcen bietet das Fachnetzwerk die flexiblen Unterrichtsmodule „KLASSE SCHÜLERFIRMA – Lehrmaterialien für die Schülerfirmenarbeit für die Sek I“ an. Das Material begleitet die Schülerinnen und Schüler durch die Gründung, Umsetzung und Reflexion einer Schülerfirma im Rahmen eines Schuljahres.
  • Schulformen

    • Grundschule,
    • Gesamtschule oder vergleichbar,
    • Hauptschule,
    • Realschule,
    • Haupt- und Realschule,
    • Förderschule,
    • Gymnasium oder Oberschule,
    • Berufsbildende Schule
  • Klassenstufen (Mehrfachauswahl)

    • Alle
  • Gruppengröße

    • 5 bis 12 Schülerinnen und/oder Schüler sind für die Gründungsphase optimal, später kann die Gruppengröße erhöht werden.
  • Mitglied im Initiativkreis

    • Die DKJS ist Gründungsmitglied der Initiative und seit 2007 dabei.
  • Integration

    • Außerunterrichtliche AG, aber auch integriert in den regulären Unterricht (als besondere Organisationsform im dualen Lernen; in den Fächern Wirtschaft, Arbeit, Technik; im Wahlpflichtbereich und Neigungsunterricht). Im Grundschulbereich ist auch eine Einbindung in den Hort möglich.
  • Lernziele /-inhalte

    • Handlungsorientiertes Erfahrungslernen mit hoher Realitätsnähe unter Berücksichtigung des Nachhaltigkeitsgedankens. Sukzessiver Auf- und Ausbau von Wirtschafts-, Unternehmens- und Gründungswissen. Stärkung der eigenen Einschätzungsfähigkeit (markt-)wirtschaftlichen Geschehens und betriebswirtschaftlicher Vorgänge. Stärkung wichtiger Querschnittskompetenzen, wie Teamfähigkeit, Konfliktlösung, Durchhalte- und Durchsetzungsvermögen, Eigenverantwortung, soziale Verantwortung, selbstständiges Arbeiten, Planung, Zeitmanagement. Unterstützung der persönlichen Entwicklung und des Selbstbewusstseins. Übernahme von Verantwortung, Vermittlung von Wissen und Erfahrung an Jüngere. Förderung von unternehmerischem Denken und Handeln, insbesondere auch sozialunternehmerisch. Kritisches Urteilsvermögen im Hinblick auf ökonomische Fragestellungen. Praktischer Beitrag zur Berufsorientierung und -vorbereitung. Förderung von Handlungskompetenzen im Umgang mit einer sich wandelnden (Arbeits-)Welt.
  • Wirtschaftsvorwissen

    • Lehrkräfte: Allgemeines Wirtschaftsvorwissen und -interesse ist ausreichend. Notwendiges Fachwissen wird in Fortbildungsveranstaltungen des Fachnetzwerks Schülerfirmen der DKJS vermittelt.
    • Schülerinnen und Schüler: Besondere Wirtschaftsvorkenntnisse sind nicht erforderlich. Eine Projektvorbereitung der Schülerinnen und Schüler durch Vermittlung von Basis-Wirtschaftswissen ist jedoch vorteilhaft. Zusätzliches Wissen wird in passgenauen Workshops durch die Schülerfirmenberaterinnen und -berater vermittelt.
  • Aufgaben Lehrer ■ Lehrer Qualifizierung

    • Betreuende Lehrkräfte fungieren primär als Lernbegleiterinnen und -begleiter für die Schülerinnen und Schüler, nicht als Frontallehrende. Vorbereitungs- und Fortbildungsveranstaltungen für Lehrkräfte (zu Fachthemen sowie zur neuen Rolle als Lernbegleiter) werden in jedem der fünf Bundesländer angeboten.
  • Unterstützende Maßnahmen ■ Materialien

    • Die Schülerfirmenberaterinnen und -berater begleiten vor Ort: Die Beraterinnen und Berater des Fachnetzwerks Schülerfirmen der DKJS kommen an die jeweilige Schule und helfen bei den ersten Überlegungen, unterstützen bei der Ideenfindung und der Wahl der Rechtsform. Später unterstützen sie vor Ort die qualitative (Weiter-)Entwicklung der schon bestehenden Schülerfirma, beraten in unternehmensinternen Konfliktsituationen und unterstützen die Teilnahme an Wettbewerben und öffentlichen Auftritten.
    • Für die Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler bietet das Fachnetzwerk Schülerfirmen regional und überregional auch: u.a. Begleitung bei Messen, Gründungsworkshops, Vertiefungsfortbildungen, Vernetzungsveranstaltungen sowie Coaching bei Kooperationsvorhaben mit Wirtschaftsunternehmen. Materialien unter www.fachnetzwerk.net: Projekt-Handbuch „Firmensitz 9b − In 10 Schritten zum Schülerunternehmen“, Lehrmaterial „KLASSE SCHÜLERFIRMA − Unterrichtsmodule für die Schülerfirmenarbeit in der Sekundarstufe I“ sowie diverse andere.
  • Events ■ Veranstaltungen

    • Veranstaltungen Schülerfirmenmessen, Bilanzierungsveranstaltungen, Marketingveranstaltungen, Lehrkräftefortbildungen.
  • Wirtschaftspartner /-paten

    • Die Zusammenarbeit der Schülerfirmen mit Partnerunternehmen wird gezielt unterstützt. Dabei gibt es Unternehmen mit Unterstützungs-, Beratungs- sowie Sponsoringfunktion (Bezug von Waren, Zusammenarbeit in bestimmten Bereichen), wobei eine langfristige Kooperation zwischen der Schülerfirma und dem Unternehmen wünschenswert ist.
  • Benotung ■ Anerkennung Besonderer Leistung

    • Bundeslandspezifisch unterschiedlich. Möglichkeiten der benoteten Anerkennung für das Projekt z.B. als „Besondere Lernleistung“ ist in einigen Bundesländern möglich.
  • Teilnahmezertifikate

    • Teilnahmezertifikate für die Mitglieder der Schülerfirma (u.a. nützlich für Bewerbungen)
  • Lehrer-Netzwerke ■ Ehemaligen-Netzwerke

    • Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler haben Möglichkeiten zum Austausch und zur Vernetzung bei den jährlichen Treffen aller Schülerfirmen eines Bundeslandes. Gerade durch die Nachhaltigkeit/Langfristigkeit der Schülerfirmen entstehen informelle Netzwerke zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch.
  • Projektdokumentation ■ Evaluation ■ Praxisberichte

    • Schülerfirmen der DKJS wurden u.a. am Beispiel des Programms „Schüler unternehmen was!“ der DKJS evaluiert. Darüber hinaus gehören Feedbackerhebungen und Teilnehmerbefragungen zum Standard der Qualitätssicherung im Rahmen der Schülerfirmenabeit. Unterstützt wird das Fachnetzwerk dabei durch die Abteilung Evaluation und Entwicklung der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung.
  • Neuerungen ■ Planungen

    • Materialien, auch zu Schwerpunktthemen wie dem Lernen in einer digitalisierten Welt, werden kontinuierlich weiterentwickelt. Im Zeitraum 2019 bis 2021 werden in dem Modellvorhaben „#SchülerfirmenDigital“ gemeinsam mit den teilnehmenden Schülerfirmen Materialien und Wissen zum Lernen und Arbeiten in der digitalisierten Welt entwickelt.
  • Weitere Angebote

    • „MySchüfi“: Deutschlands erste App für Schülerfirmen unterstützt Schülerfirmen im Gründungsprozess und erleichtert die Organisation der täglichen Arbeit. Sie entstand im Projekt „Schülerfirma geht App“ und wurde durch die Stiftung „Fachkräfte für Brandenburg“ (IHK Kammerbezirk West), die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung mit Mitteln der Heinz Nixdorf Stiftung sowie das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg gefördert.
  • Besonderheiten

    • Eine große Besonderheit ist der Zusammenschluss verschiedener Schülerfirmenberatungs- und Koordinierungsstellen im Fachnetzwerk Schülerfirmen der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung. Hier werden fachliche Weiterentwicklungen diskutiert und gefördert, die auf die Beratung vor Ort einwirken. Das Fachnetzwerk Schülerfirmen der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung wird gefördert von der Heinz Nixdorf Stiftung. Aktuelle Förderer der Länderprogramme finden Sie auf unserer Website.