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Aus der Praxis

Wir haben eine Sensormatte entwickelt, mit deren Hilfe man nie wieder verschläft.

Hallo, wir heißen Tina Weber, Carolin Blume und Anna Prinzler. An der Berufsbildenden Schule J.P.C. Heinrich Mette in Quedlinburg gehen wir zusammen in die Klasse FGW 12 (12. Klasse). Wir sind Freundinnen und bestreiten zusammen das Abitur. Beim Businessplanwettbewerb „futurego – Schule deine Idee“ haben wir in der Wettbewerbsperiode 2013/2014 den Gesamtsieg geholt.

Darum bin ich dabei: Ziele, Erfahrungen, Erfolgsfaktoren

  • Tina Weber ist ein Rechtschreib- und Formulierungs-, Carolin Blume ist unser Designgenie. Anna Prinzler kennt sich in allen technischen Fragen sehr gut aus.
  • Wir konnten unsere Kenntnisse, die wir im Unterricht in BWL erlangt haben, gut in unser Projekt einbringen.
  • Im Wettbewerb konnten wir uns mit den wirtschaftlichen Sachverhalten praktisch auseinandersetzen und haben somit sehr viel dazugelernt. Im Unterricht wird einem der Stoff ja nur theoretisch vermittelt.
  • Wenn man sich ein bisschen dahinterklemmt und was dafür macht, kann man viel erreichen.
  • Selbst wer nicht gewinnt, lernt eine Menge dazu.

Was war eure Geschäftsidee?

Wir haben eine Matte entwickelt, mit der man nie wieder verschläft. Sie heißt „Wake-up-Matte“. Sie ist als Matratzenauflage konzipiert und in ihr sind Drucksensoren integriert. Wenn man sich schlafen legt, stellt man einfach den mit der Matte verbundenen Wecker. Man wird dann zum gewünschten Zeitpunkt per Klingeln geweckt. Alles wie gewöhnlich, bis auf, dass der Wecker erst aufhört zu klingeln, wenn man wirklich aufgestanden ist. Denn die Drucksensoren erkennen, ob man noch im Bett liegt.

Eine spannende Idee, wie seid ihr darauf gekommen?

Anna lag eines Abends vor einem sehr wichtigen Test in ihrem Bett und hatte Angst, dass sie am nächsten Morgen verschläft. Da kam ihr die Idee, eine Matratze mit integrierten Drucksensoren zu entwickeln. Später entschieden wir uns nach gemeinsamen Überlegungen im Team dazu, dass wir anstatt einer Matratze besser eine Auflage aus Baumwolle entwickeln.

Welche Aufgaben musstet ihr bei futurego lösen?

In der ersten Wettbewerbsphase mussten wir ein Konzeptpapier zu unserer Idee entwickeln. Wir haben zunächst eine Wettbewerbsanalyse gemacht und unsere Zielgruppe sowie den relevanten Markt bestimmt. Dann ging es um den Marketing-Mix. Das heißt, wir haben die Produkt-, Preis-, Kommunikations-, und Vertriebspolitik bestimmt. Am Ende haben wir geplant, wie wir das Kapital beschaffen und wie viel wir genau benötigen. Wir haben unsere Idee in einer Präsentation vorgestellt. Unser Konzeptpapier ist genau wie unsere Produktidee am besten bewertet worden. In der zweiten Wettbewerbsphase haben wir das Konzeptpapier zu einem echten Businessplan weiterentwickelt. Wir haben uns Wissen zu verschiedenen denkbaren Finanzierungsmodellen angeeignet und uns intensiv mit Rechtsfragen beschäftigt. Da wir sehr heimatverbunden sind, haben wir Quedlinburg als Standort gewählt. Zum Schluss haben wir die Chancen und Risiken genau kalkuliert. Nach vielen aufregenden und schlaflosen Nächten bekamen wir einen Anruf in dem uns mitgeteilt wurde, dass wir unsere Idee beim futurego-Finale in Magdeburg im alten Theater vorstellen dürfen.

Habt ihr im Team unterschiedliche Rollen eingenommen?

Tina Weber ist ein Rechtschreib- und Formulierungsgenie. Sie verstand es immer sehr gut, unsere Gedanken in einen Satz zu fassen. Ihr größtes Talent ist die Organisation und Finanzierung. Sie kann sehr gut mit Zahlen umgehen. Daher möchte sie später auch in einer Bank arbeiten. Carolin Blume ist unser Designgenie. Sie kann wirtschaftliche Zusammenhänge schnell aufbereiten und in übersichtliche Diagramme fassen. Zudem kann sie komplexe Sachverhalte sehr verständlich formulieren und vortragen. Anna Prinzler kennt sich durch ihre Berufsausbildung in allen technischen Fragen sehr gut aus. Sie hat sich sehr intensiv mit der technischen Umsetzung beschäftigt. Mit ihren vielen Ideen hat sie dem Team immer wieder neue Impulse gegeben.

Hattet ihr Unterstützung von Mentoren?

Wir hatten sehr kompetente Ansprechpartner. Unsere Klassenlehrerin, Frau Blath, hat uns intensiv betreut und unterstützt. Auf der Abschlussveranstaltung war sie beinahe aufgeregter als wir selbst. Von ihr lernten wir schon im Regelunterricht im Fach BWL wichtige wirtschaftliche Grundlagen. Zudem hatten wir ein Coaching. Da zeigte uns Christian vom futurego-Team unsere Stärken und Schwächen auf und erklärte uns, welche Anforderungen ein Businessplan hat und gab uns hilfreiche Tipps.

Habt ihr Euch durch die Teilnahme an futurego persönlich weiterentwickelt?

Wir konnten unsere Kenntnisse, die wir im Unterricht in BWL erlangt haben, gut in unser Projekt einbringen. Zudem konnten wir uns über verschiedene Bereiche einen besseren Einblick verschaffen. Im Wettbewerb konnten wir uns mit den wirtschaftlichen Sachverhalten praktisch auseinandersetzen und haben somit sehr viel dazugelernt. Im Unterricht wird einem der Stoff ja nur theoretisch vermittelt. Im Bereich Multimedia haben wir ebenfalls dazugelernt. Unsere Präsentation haben wir mit einer neuartigen Software erstellt. Alle Inhalte werden auf ein großes virtuelles Blatt Papier gestellt, auf dem man sich durch Maussteuerung bewegen sowie hinein- und herauszoomen kann.

Was würdet ihr anderen Schülern raten, die darüber nachdenken, an einem solchen Projekt teilzunehmen?

Wir würden anderen Schülern empfehlen, an solchen Projekten teilzunehmen. Wenn man sich ein bisschen dahinterklemmt und was dafür macht, kann man viel erreichen. Zudem macht es sehr viel Spaß, vor allem, wenn man so ein tolles Team hat wie wir. Selbst wer nicht gewinnt, lernt eine Menge dazu.

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