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Unternehmensplanspiel

Umsetzung

Viele Schülerinnen und Schüler sind heutzutage in der virtuellen Welt „zu Hause“. Das bedeutet: Sie sind im Umgang mit dem PC erfahren und auf PC-gestützte Planspiele in der Regel gut vorbereitet und hoch motiviert. Viele Schülerinnen und Schüler möchten daher am liebsten sofort starten. Ein schneller Einstieg ins Planspiel ist mit einer ausführlichen Proberunde oftmals problemlos möglich. Allerdings muss diese genau analysiert werden. Hierfür sollte man genügend Zeit einplanen. 

Im Gegensatz zu ihren Schülerinnen und Schülern bringen Lehrerinnen und Lehrer üblicherweise deutlich weniger Kenntnisse im Sachen „Computerspiele“ mit. Die Initiativen „Jugend gründet“ und „SchulBanker“ bieten Lehrerinnen und Lehrern daher Lehrerfortbildungen für Einbindung von Planspielen in den Unterricht an. Auch die Bundesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT und viele ihrer Landesarbeitsgemeinschaften bieten Unternehmensplanspiele für alle Schularten an und veranstalten Seminare zur Ausbildung von Lehrern zu Spielleitern. Diese Spielleiter führen in ihrer Region Planspiele durch und bilden ebenfalls neue Spielleiter aus.

Aufgaben des schulischen Betreuers

In vielen Planspielen geht es (abgesehen von Inhalt und Ziel des jeweiligen Spiels) darum, Konflikte zu lösen. Schülerinnen und Schüler müssen sich in Planspielen nicht nur mit dem Spielthema vertraut machen, sondern sich vor allem auch mit den oft gegensätzlichen Interessen der am Spiel beteiligten Mitspieler auseinandersetzen. Das bedeutet: Sie müssen lernen, miteinander zu kommunizieren, ihre eigenen Positionen zu vertreten und Mehrheitsentscheidungen zu akzeptieren. Betreuende Lehrerinnen und Lehrer können und sollten dabei helfen, solche Konflikte zu lösen.

Unterstützung durch die Schulleitung

Unternehmensplanspiele sind als Methode in Lehrplänen vielfach bereits vorgesehen.

Damit Lehrerinnen und Lehrer die Aufgabe als Spielleiter übernehmen können, sollte die Schulleitung für eine Qualifizierung von Lehrkräften vor allem für Unternehmensgründungssimulationen im Unterricht sorgen. Die Schulleitung sollte zudem

  • offen sein für Wirtschaftsthemen als Teil des Schulportfolios.;
  • Freiräume schaffen, damit im Unterricht Planspiele durchgeführt werden können;
  • einen Planspielbeauftragten an der Schule benennen (bei Stundenermäßigung);

Praxistipps

Besondere Erfolgsfaktoren

  • Sie sollten als Lehrer/innen ihre traditionelle Rolle aufgeben und in eine neue Rolle schlüpfen (die des Moderators).
  • Sie sollten sich als Lehrer/innen aber nicht zu weit zurückziehen und Ihre Schüler/innen sich völlig selbst überlassen.
  • Zeigen Sie Ihren Schülern/-innen als Moderator, wo sie Informationen finden, um Entscheidungen treffen zu können.
  • Stellen Sie den Schülern/-innen verständliche Spielunterlagen in sinnvollem Umfang zur Verfügung.
  • Achten Sie darauf, dass die Schüler/innen diese Spielunterlagen durcharbeiten. Viele Schüler/innen probieren nur aus. Sie sind nicht bereit, sich Informationen durchzulesen und die Spielregeln anzueignen.
  • Bieten Sie während des Spielverlaufs Hilfestellungen in Form von Beratung an.
  • Achten Sie darauf, dass die Spielgruppen groß genug sind, um das für das Spiel nötige Fachwissen abzudecken, aber klein genug, um in den vorgegebenen Zeitintervallen zu sinnvollen Entscheidungen gelangen zu können.
  • Geben Sie Ihren Schülern/-innen ggf. Hilfestellung bei Streitigkeiten im Team. Eine Konfliktlösung bei unterschiedlichen Meinungen ist manchmal schwierig. Eine „Siegermentalität“ kann die Bereitschaft zur Kommunikation und Konfliktlösung erschweren.

Organisation des Schulalltags

  • Werden Sie als Vermittler zwischen Schülern und Projektorganisator tätig.
  • Sprechen Sie sich für die Teilnahmen am Planspiel mit Fachkollegen und der Schulleitung ab, um genügend Zeit zu haben.
  • Organisieren Sie für besondere Fragen Hilfe: z. B. Unternehmensplanspiel-Hotline oder Kontakte zu Experten vor Ort (z. B. ortsansässige Unternehmer).
  • Bauen Sie handlungsorientierte Bausteine mit ein (z. B. Unternehmenspräsentation, Branchenrecherche, Entwicklung eines CI oder Werbeplakats (fächerübergreifender Einsatz).
  • Bewerten Sie die Teilnahme an Planspielen (positiv).
  • Nehmen Sie die Teilnahme an Planspielen sollte ins Zeugnis auf. 
  • Akzeptieren Sie die Teilnahme an Planspielen als Ersatz z. B. für mündliche Prüfung oder Klausur.

Quellen: Barbara Burkhardt-Reich, Steinbeis-Transferzentrum für Unternehmensentwicklung an der Hochschule Pforzheim; Christian Schläger, Hans Lindner Institut; Thomas Schweigler, Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V.

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