Inhalt

Die Idee

Unternehmergeist in die Schulen

Im Initiativkreis „Unternehmergeist in die Schulen“ arbeiten derzeit die nachfolgenden Projekte/Initiativen zusammen:

JUNIOR, business@school eine Initiative von The Boston Consulting Group, Jugend gründet, Deutscher Gründerpreis für Schüler, Schul/Banker, TheoPrax, Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (Fachnetzwerk Schülerfirmen der DKJS, Lab2Venture), NEBS, Ifex, Ideen machen Schule, Achievers International, NFTE, Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V., Wissensfabrik, Schülergenossenschaften.

Gemeinsame Überzeugungen

  1. Junge Menschen leben heute in einer Gesellschaft, die sehr vielschichtig ist und sich immer schneller wandelt. Die Technisierung der Arbeitswelt und das Vordringen der Informationstechnologien in alle Bereiche unseres Lebens schreiten mit ungeheurer Geschwindigkeit voran. Die moderne Arbeitswelt verlangt mehr denn je von den Beschäftigten Eigenverantwortung und selbständiges unternehmerisches Denken und Handeln.
  2. Diesen Anforderungen können wir nur entsprechen, wenn sich junge Menschen insbesondere mit den vier Dimensionen Ökonomie, Ökologie, Technik und Soziales ganzheitlich auseinandersetzen.
  3. Die Faszination für Wirtschaft und Technik, ihre vielfältigen Chancen und der große Nutzen für die Gesellschaft sollten schon in jungen Jahren geweckt werden und stellen eine wichtige Bildungsaufgabe dar. Die Grundlagen dafür können und müssen bereits in der Schule gelegt werden. Die Schulen haben bei der Vermittlung der notwendigen Kompetenzen und der Sensibilisierung für wirtschaftliche Themen und unternehmerisches Denken und Handeln eine wichtige Aufgabe. Eine engere Verzahnung zwischen Schule, Wirtschaft und Forschungseinrichtungen schafft dafür verbesserte Voraussetzungen. Schule findet nicht nur allein im Klassenzimmer statt. Um optimal auf Arbeits- und Berufsleben vorzubereiten, sind die Schulen aufgefordert, sich stärker zu öffnen, Partnerschaften mit anderen gesellschaftlichen Institutionen und Unternehmen einzugehen und so von Externen und damit auch Vorbildern zu lernen.
  4. Unerlässliche Partner bei der Konzeption, Umsetzung und Weiterentwicklung dieser Projekte und Initiativen an der Schule sind die beteiligten Lehrkräfte, Schulleitungen sowie andere Multiplikatoren im schulischen Umfeld.
  5. Einblicke in die Wirtschafts- und Arbeitswelt und die Vermittlung von aktuellem technisch-naturwissenschaftlichem Know-how sowie das Verständnis für nachhaltige Entwicklung finden noch nicht an allen Schulen ausreichend statt. Erst durch diese Einblicke können Schülerinnen und Schüler ihr Potenzial an Fähigkeiten, Interessen und Neigungen erkennen, gezielt ausbauen und so ihre Chancen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt wesentlich erweitern, aber auch Kompetenzen erwerben, die ihnen im Schulalltag zugutekommen. Letztlich kommt es auf die Fähigkeit an, das erlernte Wissen und seine jeweiligen Methoden auf konkrete Fragestellungen „im realen Leben“ anzuwenden.
  6. Viele Wirtschaftsthemen lassen sich anhand von konkreten Unterrichtsprojekten besonders anschaulich vermitteln. Projektarbeit – esonders mit außerschulischen Themen und in Zusammenarbeit mit Unternehmen – hat einen praktischen Bezug zur Lebensrealität und lässt Schüler nach dem Motto „learning by doing“ selbst aktiv werden. Menschen lernen am effektivsten, indem in eigener Verantwortung Handlungen nachvollzogen, durchgeführt und eigene Verbesserungsideen dazu ausprobiert werden. Dies motiviert in besonderem Maße und gehört zum Didaktik-Konzept einer modernen Schule.
  7. Die Aktivitäten der Unternehmergeist-Initiativen haben eine gemeinsame Basis: Sie bringen Schülerinnen und Schülern das Thema Wirtschaft praxisorientiert näher und zeigen ihnen, dass Wirtschaft jeden angeht.
    Die Projekte fördern kreative Potenziale bei Schülerinnen und Schülern, unterstützen sie bei der Berufsorientierung und stärken nicht zuletzt Schlüsselqualifikationen wie Eigeninitiative, Selbständigkeit, Team- und Kommunikationsfähigkeit, Problemlösungsverhalten sowie Verantwortungsbewusstsein. Insgesamt soll ein Beitrag zu Verbesserung der unternehmerischen Handlungskompetenz geleistet werden. Ein besonderes Merkmal dieser Projekte sind Kooperationen zwischen Schulen und Unternehmen oder Partnern der Wirtschaft sowie Schulen und Forschung.
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Gemeinsame Ziele

  1. Die Unternehmergeist-Initiativen sehen es als ihre Aufgabe an, hier Verantwortung zu übernehmen, sich für die Belange der Jugendlichen und ihre optimale Vorbereitung auf die Berufs- und Arbeitswelt nachhaltig und langfristig zu engagieren und dabei engagierte Lehrerinnen und Lehrer zu unterstützen.
  2. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Initiativen, die an der Schnittstelle zwischen Schulen und der Wirtschaft tätig sind. Die Vielfalt des Angebots führt aber auch dazu, dass es für die Schulen kaum noch überschaubar ist. Wertvolle Potenziale werden so nicht ausgeschöpft.
    Die Unternehmergeist-Initiativen bekunden deshalb das grundsätzliche Interesse, gemeinsam das Programmangebot transparenter zu machen, damit mehr Schulen dazu angeregt werden, unternehmerisches Denken und Handeln in schulischen Projekten zu fördern.
  3. Dabei stellen die Unternehmergeist-Initiativen einen hohen Anspruch an ihre Arbeit. Sie verfügen über langjährige Erfahrungen, sind auf Nachhaltigkeit ausgelegt, haben eine länderübergreifende, oft europäische und internationale Perspektive und achten auf einen ständigen Qualitätsverbesserungsprozess in enger Zusammenarbeit mit den Zielgruppen Schüler/-innen und Lehrkräften. Das Netzwerk soll weiter ausgebaut, gepflegt und sich ergebende Synergien aus den verschiedenen Projekten genutzt werden.
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Gemeinsame Umsetzung

  1. Die Initiativen treffen sich einmal jährlich zum Erfahrungsaustausch und zur Entwicklung neuer konkreter Maßnahmen anhand aktueller Handlungsfelder.
    Die Empfehlungen des Initiativkreises haben empfehlenden Charakter und werden einvernehmlich getroffen. Jedes Mitglied hat eine Stimme.
  2. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie übernimmt dabei die Geschäftsführung, Koordination, Prüfung der Maßnahmen, deren Umsetzung und leistet auf Bundesebene politische Unterstützung. Vorsitzende der Initiative ist parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie und Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer, für Mittelstand und Tourismus Iris Gleicke.
  3. Die Zusammenarbeit ist freiwilliger Natur. Die Mitgliedschaft kann jederzeit beendet werden: durch freiwilligen Austritt und durch Ausschluss.
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Aufnahme weiterer Initiativen

Weitere Initiativen können auf Antrag unter folgenden Voraussetzungen Mitglied im Initiativkreis „Unternehmergeist in die Schulen“ werden:

Die Initiativen

  • verfügen über langjährige Erfahrungen (mind. fünf Jahre) in der Motivation von Schüler/-innen und Lehrkräften für unternehmerisches Denken und Handeln,
  • arbeiten kontinuierlich mit den Zielgruppen Schüler/-innen und Lehrkräften zusammen,
  • bieten ihre Leistungen flächendeckend in mindestens drei Bundesländern an,
  • bieten ihre Leistungen allen allgemeinbildenden öffentlichen und privaten Schulen kostenfrei an,
  • dokumentieren regelmäßig ihre Angebote (Statistiken, Abschlussberichte, vorbildliche Einsendungen, Evaluationen) und können diese dem Initiativkreis zu Informationszwecken zur Verfügung stellen,
  • führen regelmäßig Evaluationen und qualitätssteigernde Maßnahmen durch,
  • erklären sich bereit, den Initiativkreis „Unternehmergeist in die Schulen“ im Rahmen ihrer Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen: durch die Verwendung des gemeinsamen Logos, das Verteilen von Flyern, durch Nennung der Initiativkreis-Aktivitäten in ihren Schriften, durch Verlinkung auf die entsprechenden Seiten des BMWi, die Teilnahme am gemeinsamen Messestand auf der didacta,
  • erklären sich bereit, Verantwortliche oder vertretende Personen regelmäßig zu den Sitzungen des Initiativkreises zu entsenden,
  • tragen aktiv zur Arbeit wie zur Verwirklichung der Ziele des Initiativkreises bei,
  • tauschen ihre Erfahrungen aus und veröffentlichen diese,
  • nutzen Synergien und kooperieren in sinnvoller Weise mit den Mitgliedern Initiativkreises,
  • verfolgen keine kommerziellen Interessen,
  • betreiben keine parteipolitische Werbung,
  • vertreten keine diskriminierenden Meinungen und Inhalte, bezüglich Rasse, ethnischer Herkunft, Religion, Behinderung, sexueller Identität, Geschlecht oder Alter.

Über die Aufnahme entscheiden die Mitglieder des Initiativkreises „Unternehmergeist in die Schulen“ im Einvernehmen.

Bonn, den 13. März 2014

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