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Fortbildungsveranstaltung für Lehramtsstudierende „Unternehmergeist in die Schulen“

Am 18. November 2014 fand ein Symposium für Lehramtsstudierende, Lehrerinnen und Lehrer sowie andere interessierte Personen an der Pädagogischen Hochschule in Weingarten statt. Ziel war es, für das Thema der Gründungserziehung zu sensibilisieren sowie das vielfältige Spektrum an Möglichkeiten der ökonomischen Bildung im schulischen Alltag aufzuzeigen.

Die Veranstaltung wurde in Kooperation zwischen dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, dem RKW-Kompetenzzentrum, der Initiative für Existenzgründungen und Unternehmensnachfolge des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg (ifex) und der Pädagogischen Hochschule Weingarten durchgeführt.

Der Vormittag: Impulsvorträge und Podiumsdiskussion im Festsaal

Pünktlich um 9:45 Uhr eröffnet der Rektor der Pädagogischen Hochschule Weingarten, Prof. Dr. Werner Knapp, die Veranstaltung und begrüßt die Anwesenden. Die einführenden Worte, warum Gründungserziehung in den schulischen Alltag gehört, bringen Hans-Peter Breuer vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) sowie Dr. Thomas Funke vor, der Fachbereichsleiter Gründung im RKW Kompetenzzentrum ist.

Anschließend bereitet Prof. Dr. Claudia Wiepcke von der PH Weingarten fachlich den Weg für die kommenden Vorträge und hebt die Bedeutung des Unternehmergeistes für Schule, Hochschule und Region hervor. Was folgt, sind Impulse aus unterschiedlichen Richtungen, denen die teilnehmenden Lehramtsstudierenden aufmerksam folgen. Petra Weininger vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg stellt die Angebote vor, mit denen das Land Baden-Württemberg unterstützend tätig ist. Ein junger Gründer plaudert danach aus dem Nähkästchen: Tim Zimmermann ist angehender Rennfahrer, der sich allerdings die nötigen Mittel für seine Karriere als Jungunternehmer verdient.

Ebenfalls aus der Praxis erzählt Prof. Dr. Barbara Burkhardt-Reich, sie stellt den Unternehmerführerschein und die damit gemachten Erfahrungen vor. Es handelt sich dabei um ein international anerkanntes Bildungszertifikat, das ursprünglich von der Österreicher Wirtschaftskammer (WKO) entwickelt wurde und den Schülern elementare betriebswirtschaftliche Kenntnisse vermitteln soll. Den abschließenden Vortrag vor der Podiumsdiskussion hält Jürgen Straub, Lehrer am Albert-Einstein-Gymnasium Ravensburg und Initiator der „Junior Business School“ an der Schule. Das Projekt vermittelt den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern grundlegende ökonomische Kenntnisse und bindet namhafte Unternehmen aus der Region mit ein.

Moderiert von Hans-Peter Breuer findet am Ende des ersten Veranstaltungsteiles eine Podiumsdiskussion statt: Claudia Wiepcke, Thomas Funke, Tim Zimmermann und die Lehramtsstudentin Nadja Stohr erörtern die Vorteile und Herausforderungen, die das Auseinandersetzen mit Unternehmertum und Selbstständigkeit für junge Menschen mit sich bringen, und machen deutlich, wie wichtig es ist, die deutsche Gründerkultur zu beleben – wenn man vergleichend andere Länder betrachtet. In einem Punkt sind sich aber aller einig: Schüler, Lehramtsstudierende und Lehrer frühzeitig für dieses Thema zu sensibilisieren und zu gewinnen ist der richtige Weg, das Gründungsgeschehen positiv zu beeinflussen.

Der Nachmittag: Drei vertiefende Workshops

Nachdem der Mittagsimbiss im prunkvollen Audienzsaal eingenommen wurde, beginnen die drei eineinhalbstündigen Workshops. Im ersten Workshop geht es um das Online-Wirtschaftsspiel „BeBoss“. Bei diesem Wirtschaftsspiel des BMWi dreht sich alles um den Unternehmergeist: Wie bringt man eine Medienagentur zum Laufen und macht sie erfolgreich? Im zweiten Workshop wird der Wettbewerb „5 Euro Business“ vorgestellt. Das Projekt dient dazu, Studierenden wirtschaftliche Zusammenhänge, unternehmerische Entscheidungen und damit das Thema Existenzgründung an sich näher zu bringen. Im dritten und letzten parallel stattfindenden Workshop geht es um positive Rollenvorbilder in der Entrepreneurship Education.

Gegen 15:30 Uhr findet die Veranstaltung ihr Ende. In einer abschließenden Walking Gallery werden alle Ergebnisse aus den drei Workshops vorgestellt und kurz erläutert. Dass immer noch eine große Anzahl der Teilnehmer um die Tafeln mit den Ergebnissen stehen, verdeutlicht das große Interesse, was dem Thema und der Veranstaltung entgegengebracht wird: Es war für alle Beteiligten ein gelungener Tag.

Autor: Bruno Pusch, RKW Kompetenzzentrum

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